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Ihr Update für die Pflegeforschung.

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Pflege lebt von Wissen und Erfahrung. Unsere Zeitschrift Pflegewissenschaft bietet Ihnen aktuelle Forschungsergebnisse, die nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs vorantreiben, sondern auch praktische Impulse für eine bessere Versorgung liefern.

Aktuelles Heft

Ausgabe 2-2026 der Zeitschrift Pflegewissenschaft

neu     Traugott, N. ; Feichtinger, C. ; Prof. Dr. Pleschberger, S. : Der Auftrag von Community Nurses in Österreich . Qualitative Studie zur Perspektive der Berufsangehörigen
Das Pilotprojekt Community Nursing wurde in den Jahren 2020 bis 2024 in Österreich umgesetzt. Dies stellte für die professionelle Pflege ein neues Berufsfeld dar. Ziel der Studie ist es, ein Verständnis für den Aufgabenbereich, die Rollen und Funktionen von Community Nurses (CN) in Österreich aus Sicht der Berufsgruppe zu erhalten, insbesondere in Bezug auf die Zielgruppen. Es wurden vier Fokusgruppendiskussionen mit 16 CN aus drei Bundesländern geführt. Die Auswertung erfolgte anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse zeigten, dass CN sich durch ihre Kompetenz als Berater*innen und Systemlots*innen für ihre Zielgruppe verantwortlich fühlen. Wichtige Eckpunkte ihrer Tätigkeit waren die regionale Zugehörigkeit und Unterstützung marginalisierter Gruppen. Ebenso zeigte sich in manchen Bereichen eine Unterscheidung zu anderen Berufsgruppen und pflegerischen Angeboten.
neu    Lohmann, J. ; Prof. Dr. Oltersdorf-Steffan, S. : Freuen oder Trauern? Das Erleben der Trauerbegleitung auf der Neonatologischen Intensivstation aus Perspektive betroffener Zwillingseltern
Der Verlust eines Zwillingskindes ist eine der schmerzhaftesten Erfahrungen und eine besondere Herausforderung für die Eltern. Wie die Eltern die Trauerbegleitung auf der Neo-ITS erleben und welche Unterstützung sie benötigen, ist das Erkenntnisinteresse vorliegender Arbeit. Um die Eltern in ihrem subjektiven Erleben verstehen zu können, wurde ein halbstandardisiertes Interview und eine Gruppendiskussion mit betroffenen Eltern geführt. Die transkribierten Daten wurden – angelehnt an die Qualitative Inhaltsanalyse – unter Verwendung deduktiver und induktiver Kategorien analysiert. Die Ergebnisse zeigen die ambivalente Gefühlswelt der Eltern zwischen Trauer und Freude – aber auch, wie sie ihr Umfeld in dieser für sie schweren Zeit wahrnehmen und was sie gebraucht hätten.
neu    Leinemann, V. ; Marqueses, D. : Herausforderungen und Chancen bei Therapieentscheidungen für Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) Ein narrativer Review
Weltweit steigen Krebserkrankungen stetig an, mit einer prognostizierten Zunahme von fast 50% bis 2040. AML ist eine der Krebsarten, die besonders schnelles Handeln und sofortige Therapieentscheidungen erfordert. Das Ziel dieses narrativen Reviews bestand darin, den Entscheidungsprozess der Therapieauswahl für Patient*innen zu beleuchten. Es wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken Pubmed, CINAHL, LIVIVO, Cochrane Library und Web of Science durchgeführt. Bei der Datensynthese wurden die Hauptkategorien Diagnose-Schock, Wünsche und Sorgen der Patient*innen, Kommunikation und Entscheidungshilfen gebildet. Die Diagnose AML stellt für Patient*innen häufig einen Schock dar. Patient*innen fühlen sich von der Komplexität der Informationen überfordert. Es besteht ein deutlicher Bedarf an klarer Kommunikation und effektiven Entscheidungshilfen. Die Kommunikation zwischen Mediziner*innen und Patient*innen ist oft unzureichend. Entscheidungshilfen zeigten eine Verbesserung des Verständnisses und der Zufriedenheit der Patient*innen mit dem Entscheidungsprozess.
neu    Prof. Dr. Morgenstern, U. ; Voß, S. : Die Wirksamkeit von Achtsamkeitstraining zur Burnout-Prävention bei Pflegekräften
Pflegekräfte sind aufgrund hoher emotionaler und körperlicher Anforderungen in besonderem Maße von Burnout betroffen. Die zunehmende Prävalenz von Burnout in diesem Berufsfeld unterstreicht die Dringlichkeit präventiver Maßnahmen. Achtsamkeitstraining hat sich in verschiedenen Kontexten als potenziell wirksame Intervention zur Stressreduktion erwiesen. Vor diesem Hintergrund widmet sich die nachfolgende Arbeit der Frage, inwiefern Achtsamkeitsinterventionen zur Burnout-Prävention bei Pflegekräften beitragen können. Ziel ist es, auf Basis einer systematischen Literaturarbeit den aktuellen Forschungsstand kritisch zu analysieren und Implikationen für die betriebliche Gesundheitsförderung abzuleiten.
neu    Hocher, L-M. : Spiritualität in der onkologischen Pflege. Entwicklung eines Schulungskonzepts zur Stärkung von Reflexion, Sinnorientierung und Selbstfürsorge
In dieser Studie wurde ein umfassendes Schulungsprogramm im Bereich Spiritualität speziell für medizinisches Personal in der Onkologie entwickelt. Der konstruktivistische Lernansatz des Programms kombiniert interaktive Lehrmethoden wie Workshops, Fallstudien, Gruppendiskussionen und Selbstreflexion, um das Verständnis für die spirituellen Bedürfnisse von onkologischen Patientinnen und Patienten zu vertiefen. Die Evaluation des Programms zeigte deutliche Verbesserungen im Bewusstsein und in den Kompetenzen des Personals im Umgang mit Spiritualität, die durch regelmäßige Schulungen erreicht wurden. Eine der größten Herausforderungen bestand darin, das medizinische Personal für empathischere Ansätze in der Patientinnenund Patientenbetreuung zu sensibilisieren und gleichzeitig die Schulungsinhalte an die hohen Stressfaktoren im Arbeitsalltag anzupassen. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Weiterbildung in diesem Bereich und unterstreichen das Potenzial von Spiritualität, sowohl Patientinnenund Patientenbetreuung als auch die Zufriedenheit des Personals zu verbessern
neu    Hofmann,D. ; Hohnbaum, D. ; Prof. Dr. Fekete, A. : Ambulante Pflege als KRITIS. Risikoanalysen als systematischer Ansatz zur Betrachtung von Pflegediensten als Kritische Infrastruktur am Beispiel des Arbeiter-Samariter-Bundes in Nordrhein-Westfalen
Die Studie untersucht die Resilienz ambulanter Pflegedienste in NRW gegenüber Schadensereignissen wie Starkregen und Pandemien. Ziel war es, durch Risikoanalysen kritische Komponenten und Prozesse zu identifizieren und Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz zu entwickeln. Eine Umfrage unter 32 Pflegestationen des Arbeiter-Samariter-Bundes zeigte, dass besonders der Zugang zu Patient*innen kritisch ist, während die Kraftstoffversorgung und Dokumentation zunächst weniger bedeutend erscheinen. Eine formale Einstufung ambulanter Pflegedienste als Kritische Infrastruktur ist zwar unwahrscheinlich, es bedarf aber einer stärkeren Vernetzung untereinander, mehr Cybersicherheit und Notfallvorsorge.
neu    Mählmann, S. ; Montigel, F. ; Walzer, S. ; Marx, H. ; Prof. Dr. Kunze,C. ; Ziegler, S. : Einsatzmöglichkeiten, Vorteile und Grenzen des digitalen Aktivitätstisches. Eine Gebrauchstauglichkeitstestung mit Mitarbeitenden in der akutstationären Pflege
Digitale Aktivitätstische bieten neue Möglichkeiten zur Aktivierung kognitiv beeinträchtigter Patient*innen. Im Rahmen einer Gebrauchstauglichkeitstestung wurden von April 2023 bis Januar 2024 fünf Tische auf den Stationen der Geriatrie, Psychiatrie, Inneren Medizin, Kardiologie und Neurologie am Universitätsklinikum Freiburg eingesetzt und getestet. 71 Mitarbeitende nahmen an einer standardisieren online Befragung zur Bewertung der Gebrauchstauglichkeit der Aktivitätstische teil. Die Angebote des Tisches wurden positiv von den Patient*innen aufgenommen. Die Mitarbeitenden gaben an, dass der Tisch Chancen für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen bietet, soziale Interaktion fördert und den Aufenthalt auf den Stationen angenehmer macht. Ein langfristiger Einsatz wurde befürwortet.
neu    Dr. Boehm, M. : Förderung autonomer Körperpflege bei Menschen mit Beeinträchtigung. Eine konzeptuelle Betrachtung von Reinigungstechniken im Spannungsfeld von Selbstbestimmung, Teilhabe und Pflegeethik
Die Unterstützung bei der Intimpflege zählt zu den sensibelsten Aufgaben im Alltag von Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung. Der vorliegende Beitrag beleuchtet zwei Körperpositionen, die unter bestimmten Voraussetzungen eine selbstständige oder teilassistierte Intimhygiene unter der Dusche ermöglichen. Basierend auf praktischen Erfahrungen in niedrigschwelligen Einrichtungen werden eine abgestützte Standhaltung und eine gezielte Hockposition vorgestellt, die ohne therapeutischen Anspruch körperliche Autonomie fördern können. Im Fokus stehen die Vereinbarkeit von Fürsorge und Selbstbestimmung sowie die ethischen Implikationen körpernaher Assistenz. Theoretisch eingebettet in Modelle wie AEDL (Krohwinkel), Orems Selbstpflegetheorie und Trontos Care-Ethik reflektiert der Beitrag strukturelle Rahmenbedingungen, kulturelle Differenzen und professionelle Haltungen. Er spricht sich für eine partizipative, dialogische Einführung solcher Methoden in der Eingliederungshilfe und Sozialen Arbeit aus. Abschließend wird auf den bestehenden Forschungsbedarf verwiesen. Ziel ist es, über konventionelle Pflegeroutinen hinauszudenken und den Raum für eine inklusive, würdevollere Körperpflege zu erweitern.
neu    Noelle, M. ; Prof. Dr. Oetting-Roß,C. ; Englert, N. ; Prof. Dr. Büscher, A. : Häusliche Pflegearrangements als Ungleichheitsphänomen in der Langzeitversorgung
Der Aufsatz leistet einen Beitrag zum Verständnis von Mechanismen sozialer Ungleichheit in häuslichen Pflegearrangements. Ziel ist es, soziale Determinanten ungleicher Ressourcenverteilung der Pflege mit der Gesellschaftstheorie Bourdieus zu analysieren. Dazu wurden neben einer Fachdatenbankrecherche ein Reverse Citation Tracking sowie eine freie Websuche durchgeführt. Ziel der Recherche war es, diskursbestimmende Publikationen zum Thema soziale Ungleichheit und Pflege zu identifizieren. Anschließend wurden zentrale Begriffsbildungen von Bourdieu mit empirischen Befunden zu sozialer Ungleichheit in der häuslichen Pflege analysiert. Es zeigt sich, dass die Feldtheorie differenzierte Perspektiven auf häusliche Pflegearrangements eröffnet und Bourdieus klassendifferenzierende Kapitalien eine strukturierende Möglichkeit darstellen, soziale Determinanten ungleicher Ressourcenverteilung herauszuarbeiten.
neu    hpsmedia: Pflegewissenschaft 2-2026 . Gesamtausgabe
Pflegewissenschaft Zeitschrift für den Dialog von Wissenschaft und Praxis 2 2026 Peer Review-Artikel Ambulante Pflege als KRITIS Risikoanalysen als systematischer Ansatz zur Betrachtung von Pflegediensten als Kritische Infrastruktur am Beispiel des Arbeiter-Samariter-Bundes in Nordrhein-Westfalen Einsatzmöglichkeiten, Vorteile und Grenzen des digitalen Aktivitätstisches Eine Gebrauchstauglichkeitstestung mit Mitarbeitenden in der akutstationären Pflege Förderung autonomer Körperpflege bei

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